Das Konzept

Das Konzept

Der Träger

Die ASCO Gruppe als gemeinnütziger Bildungsträger verfügt über mehr als 60 Jahre Erfahrung in der Aus- und Weiterbildung im sprachlichen Bereich. Sie ist Träger einer staatlich anerkannten Berufsfachschule für Fremdsprachenberufe und diverser Weiterbildungsangebote.

Die vorhandene Verwaltungsstruktur wird für die Verwaltung des Kindergartens genutzt, muttersprachliche Dozentinnen mit Erfahrung in der Durchführung von Kursen im Kindergarten- und Vorschulalter stehen ebenfalls zur Verfügung.

Pädagogisches Konzept

Unser pädagogisches Konzept verbindet den bilingualen Ansatz mit erlebnispädagogischen Elementen sowie Grundlagen des selbstbestimmten Lernens nach Emmi Pikler (Pikler-Pädagogik).

Bilinguale Erziehung ist ein Konzept und keine Weltanschauung, so dass man ein „bilingual“ ausgerichtetes Menschenbild nicht finden wird. Entsprechend nimmt der bilinguale Aspekt auch nur einen gewissen Teil des Konzepts in Anspruch und wird um andere Konzeptbestandteile ergänzt. Die spezielle Idee der mehrsprachigen Kommunikation ist allerdings mit der Integration anderer Kulturen untrennbar verknüpft, so dass man im bilingualen Kindergarten von einer inter- und multikulturellen Erziehung und der Akzeptanz aller Kulturen gleichermaßen ausgehen muss.

Ein bilingualer Kindergarten basiert auf dem Prinzip der Zweisprachigkeit. Gerade das frühe Einführen der zweiten Sprache trifft im Kindergarten auf ein großes Lernpotenzial, da Kinder in diesem Alter besonders aufnahmebereit für derartige Inhalte sind. Anders als in einem Kindergarten mit punktuellen Sprachanteilen ist im bilingualen Kindergarten die zweite Sprache ein im Alltag etablierter fester Bestandteil. Neben ihrer Muttersprache sollen die Kinder so auf spielerische Art im Kindergartenalltag die zweite Sprache kennenlernen.

Der bilinguale Anteil besteht darin, dass gemäß des Immersionsprinzips zur Vermittlung dieser zweiten Sprache Muttersprachler, beziehungsweise solche Fachkräfte, welche die zweite Sprache auf muttersprachlichem Niveau beherrschen, eingesetzt werden. Grundsätzlich wird dabei stets je Gruppe eine deutsch- und eine fremdsprachige Fachkraft eingesetzt werden. Es ist nicht Sinn des bilingualen Kindergartens, dass deutschsprachige Erzieherinnen in einer festgelegten Zeit Englisch sprechen – vielmehr gilt das Prinzip „eine Person – eine Sprache“. Dadurch wird verhindert, dass es bei den betreuten Kindern zu einer „Sprachverwirrung“ kommt.

In der pädagogischen Konzeption für den Kindergarten „ASCOlino“ vereinen wir, angelehnt an den Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan, den bilingualen, den sozial-emotionalen und den erlebnispädagogischen Bereich sowie Grundlagen des selbstbestimmten Lernens nach Emmi Pikler in einem ganzheitlichen, innovativen Konzept.

Wir machen es uns als erste bilinguale Kindertagesstätte in Coburg zur Aufgabe, die Entwicklung der Kinder in einer Umgebung zu fördern, die von Geborgenheit und Wohlbefinden geprägt ist. So bereiten wir sie bestmöglich auf das vor ihnen liegende Leben vor. Wir schaffen ideale Voraussetzungen, damit die Kinder viele Möglichkeiten haben, ihre Umwelt selbstbestimmt und kreativ zu erforschen.

Wenn Eltern ihre Kinder in einer solchen Umgebung gut aufgehoben wissen, können vertrauensvolle Beziehungen entstehen. Das ist die Grundvoraussetzung für eine gelingende Erziehungspartnerschaft und eine gesunde Entwicklung der uns anvertrauten Kinder. Neben dem bilingualem Schwerpunkt arbeiten wir situations- und bedürfnisorientiert. Hier stehen die genaue Beobachtung und Wahrnehmung des einzelnen Kindes im Vordergrund unseres pädagogischen Handelns. Die Interessen, Bedürfnisse und Fähigkeiten der Kinder bilden somit den Ausgangspunkt. Besonders wichtig ist uns die Förderung der Gesamtpersönlichkeit, insbesondere der sozialemotionale Erziehungsaspekt. Die Aufmerksamkeit füreinander soll bei den Kindern geweckt, das Einfühlungsvermögen (Empathie) vertieft, Konfliktstrategien entwickelt, Akzeptanz und Toleranz aufgebaut werden.

Eine vertrauensvolle Atmosphäre, sowie klare, einfache Regeln als äußere Strukturierungshilfen sind hierfür Voraussetzung. Wir wollen Fähigkeiten ausbauen und Schwächen kompensieren bzw. ausgleichen.

Vorgegebene Strukturen und Rituale geben den Kindern Sicherheit und Vertrauen.

Sprachliche Bildung und Förderung, Literacy

Sprachkompetenz ist eine grundlegende Voraussetzung für die emotionale und kognitive Entwicklung der Kinder und eine Schlüsselqualifikation für schulischen und beruflichen Erfolg sowie gesellschaftliche Integration. Literacy bezieht sich auf Kompetenzen und frühkindliche Erfahrungen rund um die Buch-, Reim-, Erzähl- und Schriftkultur und entwickelt sich lebenslang weiter.

Grundsätzlich begleitet uns Sprache ständig im Alltag. Durch sämtliche spielerische Angebote im Freispiel (z.B. Tischspiele, Rollenspiele…) wird Spracherziehung geleistet. Ebenso im Kreis beim gemeinsamen Singen, Kreisspielen und besonders bei Fingerspielen. Es ist uns wichtig unser ständiges Tun auch verbal zu begleiten. Somit können die Kinder „nebenbei“ in ein Sprachbad (Immersion) eintauchen und die zweite Sprache mühelos erlernen. Dafür steht uns ganztägig eine Fachkraft zur Verfügung die ausschließlich Englisch spricht. Somit sind die ErzieherInnen ständig wichtiges Vorbild beim Sprechen (Aussprache, Satzbau, Umgangston).

Gesundheitliche Bildung und Förderung

Wir legen großen Wert auf eine ausgewogene Ernährung. Die Kinder bereiten ihr Frühstück im Kindergarten selbst zu und werden dadurch zum praktischen Handeln befähigt.

Den Kindern steht ein Obstkorb zur Verfügung. Wir beteiligen uns am Schulobstprogramm der EU, kaufen selbst mit den Kindern Obst ein, und natürlich dürfen auch die Eltern unseren Obstkorb bei Bedarf gern befüllen.
Weiterhin gibt es regelmäßig einen Frühstückstag, für den vom Kindergarten eingekauft, und das Frühstück gemeinsam mit den Kindern zubereitet wird.

Unser Mittagessen nehmen wir gemeinsam ein – es wir uns täglich frisch zubereitet geliefert.

Bewegungserziehung und -förderung, Sport

Hier ist uns der erlebnispädagogische Schwerpunkt sehr wichtig. Täglich mit den Kindern nach draußen zu gehen, ihnen Bewegungs- und Spielangebote im Freien anzubieten, die nicht vorgefertigt sind, fördern die Kreativität und Phantasie, den Gemeinschaftssinn und steigern das Selbstbewusstsein der Kinder. Die Außenflächen die das Gelände der Medau-Schule bietet, können erkundet werden und die Kinder erleben Natur bewusster, auf ihre eigene Art und Weise, mit all ihren Sinnen und in ihrem eigenen Tempo. So kann der Wald, je nach den Bedürfnissen der Kinder zum Märchenwald werden, Räuberverstecke bieten, uns zu Spurensuchern oder Forschern werden lassen, zum Atelier werden, wenn wir Kunstwerke aus den Naturmaterialien bauen…. Und ganz nebenbei bietet die Natur, im Gegensatz zu einem Spielplatz, vielfältige Möglichkeiten zum Klettern, Balancieren, vorsichtig sein, aber auch Kraft muss gezielt eingesetzt werden.

Einer der Höhepunkte des Kindergartenjahres ist die 3tägige Freizeit in der Woche vor Pfingsten. Hierfür mieten wir ein Pfadfinderhaus mit großzügiger Außenanlage in der Nähe an. In dieser Zeit können Kinder und ErzieherInnen Gemeinschaft intensiver erleben und den Tagesablauf anders als im Kindergarten gestalten. Neben Spielen und Ausflügen in die unmittelbare Umgebung, bietet sich die Möglichkeit zu einer intensiveren Beziehungsgestaltung. Im Einzelkontakt oder bei Aktivitäten, wie z.B. beim gemeinsamen Kochen, Abtrocknen oder am Lagerfeuer nutzen die Kinder den „anderen Zugang“ um Stärken zu präsentieren, Ängste zu bewältigen und an Erlebtem zu wachsen.

Integration

Alle Menschen sollten von klein auf, ohne Ansehen ihrer Herkunft, ihres Geschlechts, ihres Aussehens oder ihrer Leistungsfähigkeit solange und so umfassend wie möglich zusammen leben, arbeiten und spielen können. Soziale Benachteiligungen sollen so früh wie möglich erkannt und ausgeglichen werden. Soziale Integration bedeutet Kindern solche Situationen anzubieten, die es jedem Gruppenteilnehmer ermöglichen seine Bedürfnisse zu befriedigen, Grenzen anderer wahrzunehmen und zu respektieren, und dabei die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln.

Befähigung zum selbständigen und praktischen Handeln

Bei allen Themenbereichen ist unser pädagogisches Tun vom Grundsatz der Befähigung zum selbständigen und praktischen Handeln geleitet. Die Kinder sollen in unserem Kindergarten in einem wertschätzenden Umfeld die Zeit bekommen, die sie brauchen, um sich in ihrem individuellen Tempo entwickeln zu können. Die Anreize zum spielerischen Lernen sollen in allen Teilen des täglichen Lebens Impuls zum selbständigen Handeln sein.

„Wesentlich ist, dass das Kind möglichst viele Dinge selbst entdeckt. Wenn wir ihm bei der Lösung aller Aufgaben behilflich sind, berauben wir es gerade dessen, was für seine geistige Entwicklung das Wichtigste ist. Ein Kind, das durch selbständige Experimente etwas erreicht, erwirbt ein ganz andersartiges Wissen als eines, dem die Lösung fertig geboten wird.“
Emmi Pikler

Musikalische Bildung und Erziehung

Musik und Rhythmus begleiten uns im Alltag beim Singen und Spielen im Begrüßungs- und Bewegungskreis, als akustisches Signal/Ritual vor gezielten und regelmäßigen Aktionen, beim Spielen mit Instrumenten, bei Festen und Feiern, und nicht zuletzt beim Erkunden der Umwelt.

Wir experimentieren mit Instrumenten, Gegenständen des täglichen Lebens, also allem was uns umgibt, und lernen das alles – sogar unser eigener Körper – unterschiedlich „klingt“.

Konzept

Hier finden Sie das Konzept zum Download.